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Die Boxabteilung des FC St. Pauli von 1910 e.V. - Harald-Stender-Platz 1 - 20359 Hamburg
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Links & Literatur zum Thema Boxen


Im Folgenden haben wir einige interessante Links sowie Literaturtipps rund um das Boxen zusammengestellt. Die aufgerufenen Internetseiten öffnen sich durch Klick auf den Link in einem neuen Fenster.

Interessante Internetseiten:
www.fcstpauli.com Der Gesamtverein FC St. Pauli im Internet. Viel Informationen zur Profifußballabteilung, aber auch zu den anderen Amateurabteilungen des Vereins.
www.habv.de Die Internetseite des »Hamburger Amateurboxverandes«. Auf der Startseite findest du Hinweise auf kommende Boxveranstaltungen im Bereich des Verbandes.
www.boxverband.de Die Website des »Deutschen Boxsportverbandes« (DBV), der nationalen Dachorganisation des Amateurboxens in Deutschland. Die Landesverbände (in unserem Fall der HABV) sind Mitglieder des DBV. Der DBV organisiert die Deutschen Meisterschaften, den Ligabetrieb und ist Mitglied des Weltverbandes AIBA.
www.lonsdale-blox-blog.de Die Nachrichtenbörse unserers Sponsors Lonsdale mit Meldungen zum Olympischen Boxen in Deutschland.
www.ac-einigkeit.de Gut recherchierte Internetseite des Vereins »AC Einigkeit« aus Elmshorn mit vielen aktuellen Informationen über das Boxen im norddeutschen Raum.
www.highfive.de Das Webportal der »Nationalen Antidoping Agentur« (NADA) für junge Athleten. Viele Informationen über sauberen, fairen Sport.
www.nicolaihowalt.com In den Jahren 2000 - 2003 fertigte der dänische Künstler Nicolai Howalt, selbt früher Boxer gewesen, eine Serie von Portraits an, die jugendliche Boxer kurz vor und nach dem Kampf zeigen. Auf eindrucksvolle Weise belegen die Bilder, dass Boxen den ganzen Menschen fordert: Den Kopf ebenso wie den Körper. Zwischen den Aufnahmen liegen jeweils nur wenige Minuten, aber dass in dieser Zeitspanne etwas besonderes passiert ist, spiegelt sich in jedem Gesicht wider.
Lesenswerte Bücher:
Zusammengestellt und rezensiert von unserem Mitglied Max Evers
Joyce Carol Oates:
»Über Boxen«
»Über Boxen« ist ein dünnes Bändchen, das mehr Wahrheiten über das Boxen enthält, als Hunderte von Sachbüchern, Fernsehfeatures, Interviews und Zeitungsartikel zusammengenommen – es ist ein Erkenntniskonzentrat. Es ist die dichte und mit vielen O-Tönen angereicherte Auseinandersetzung mit dem Phänomen des amerikanischen Berufsboxens aus der Sicht der renommierten Schriftstellerin Joyce Carol Oates.
Die bekennende Box-aficionada Oates erkundet die Chronik und die Kulturgeschichte des Faustkampfes genauso ertragreich wie die Psyche des Boxers, seine Arbeitsweise und die Besonderheiten dieses Athletentums im Unterschied zu anderen Sportarten. – Nicht zuletzt stellt sie die Faszination und die Kritik, mit der dem Profiboxen seit jeher begegnet wird, einander gekonnt gegenüber und räumt der Präsenz des Todes im Ring in Form einer tragischen Chronik ihren Platz ein.
Abgesehen davon, dass es heute, über zwanzig Jahre nach seinem Erscheinen, ein viel zitierter, hoch angesehener Klassiker der Boxliteratur ist, erscheint an diesem Büchlein etwas anderes besonders: es fehlt zur Gänze die Häme, die vorgekehrte sprachliche Härte und gallige Verachtung den Protagonisten des Metiers gegenüber, von denen viele der amerikanischen Standardwerke übers Boxen bis dato lebten. Oates selbst erteilt diesen oftmals sakrosankten Werken und deren (ausschließlich männlichen) Autoren eine explizite Absage und hält es mit ihrem Stil einer ernsthaften und präzisen Berichterstattung und Interpretation, denen man die Faszination für das Boxen immer anmerkt. Dass das Boxen nicht ausschließlich Männersache ist, hätte Oates, zumindest in dieser Hinsicht, mehr als bewiesen.
Eduardo Arroyo:
»Panama. Das Leben des Boxers Al Brown«
Ein literarisches Kleinod: der spanische Maler Eduardo Arroyo hat die Geschichte des panamaischen Bantamgewichtschampions Alfonso Brown aufgeschrieben und damit das Leben und Leiden eines außerordentlichen Sportlers und gnadenlosen Nonkonformisten vor dem Vergessen bewahrt.
Es ist die Geschichte eines Boxers, der ab Mitte der 1920er die leichten Gewichtsklassen international dominiert, eines farbigen Sportlers, der einer rassistisch geprägten Boxwelt den Weltmeistertitel abtrotzt und eines schwulen Fighters, dem nach Ausbeutung, Titelverlust und Lebenskrise niemand unwahrscheinlicheres als der Berufsexzentriker und König der Pariser Intellektuellen, Jean Cocteau, zum Comeback verhilft.
Brown ist scheinbar geschaffen, um zu boxen. Bei knapp über 50 Kilo Kampfgewicht ist er begabt mit einer Reichweite von 193cm (Joe Louis’ Reichweite bei etwas über 90 Kilo: 193cm), sowie mit einer krachenden Rechten (»Die Linke ist mein laufendes Konto. Die Rechte mein Kapital!«), die ihm 62 Knockouts in den Rekord drischt.
Seine professionelle Karriere jedoch gleicht einer Sklavenarbeit für einen als abgrundtief amoralisch beschriebenen Manager, der ihn mitunter bis zu 17 Kämpfe im Jahr (als amtierender Weltmeister!) absolvieren lässt.
Arroyo beschreibt das langsame Ausbrennen dieses Boxgenies und Lebemannes und seinen Abstieg zum Ein-Dollar-die-Runde-Sparringspartner in New Yorker Boxkellern eindringlich, minutiös und parteiisch. Seine zahlreichen Kampfbeschreibungen zeichnen ein starkes Bild von der Finesse des Boxers, wie von der menschenverachtenden Abgebrühtheit gekaufter Betreuer und des schnöde rassistischen Undanks, mit dem das Publikum regelmäßig auf den filigranen Ringkünstler reagiert.
Seine Schilderungen setzen nicht nur Brown ein Denkmal, der von boxrec.com als zweitbester Bantamgewichtler aller Zeiten gehandelt wird, sondern skizzieren auch die Biographien vieler namenloser Boxer, die mit Brown im Ring gestanden haben. Einige von ihnen wären – jede für sich – ein Buch wert.
Wolf Wondratschek:
»Im Dickicht der Fäuste. Vom Boxen.«
Wolf Wondratschek äußerte einmal, er wäre gern Schwergewichtsweltmeister geworden. In diesem Band, das seinen Titel in Anlehnung an ein Stück von Boxfan Brecht trägt, sind Reportagen, Kommentare und Gedichte des Lyrikers Wondratschek versammelt, die allesamt das Boxen zum Thema haben.
Seine Reportagen berichten vom Inneren New Yorker Box-Gyms, von Axel Schulzens Vorbereitungen auf seinen Kampf gegen Foreman oder von einem Besuch bei Max Schmeling in der Coca-Cola-Zentrale (»Aber Respekt: der Mann ist doppelt so alt und haut sich morgens um zehn eine Cola rein.«). Betont unbeeindruckt und sprachlich an den inside talk kauziger New Yorker Box- Fachsimpler angeglichen, berichtet Wondratschek aus der Welt des internationalen Berufsboxens mit einer Abgeklärtheit und einer Spur Verachtung, die ihn als verwöhnten Fan der »Goldenen Zeiten« des Profiboxens in den Vereinigten Staaten outet: immer wieder fallen Namen wie Patterson, Louis, Marciano und, natürlich, Ali. Dass Henry Maske, dessen Kampf gegen Rocky er in »Dickicht« kommentiert, sich Wondratscheks Bewunderung da nicht unbegrenzt sichern konnte, ist nicht verwunderlich. Ebenso erklärlich ist damit seine Liebeserklärung an Norbert Grupe, den »Prinzen von Homburg«, einen exzentrischen aber leidenschaftlichen Ex- Profiwestler, der in den 1960ern um die Europameisterschaft boxte, verlor und bis in die 80er zwischen Schanzenviertel und Reeperbahn zusammen mit seinen Hell’s-Angels-Freunden für soviel Stimmung sorgte, dass man ihn einbuchtete. In einem Artikel über die innige Beziehung (manchmal so innig, dass es buchstäblich in den clinch ging) zwischen dem Boxsport und seinen intellektuellen Fans, berichtet Wondratschek von Dichtern, die das Boxen liebten und nicht selten selber boxten: Jack London, Georges Simenon, Jean Cocteau und natürlich Mailer und Hemingway. Er führt hierin kenntnisreich und mit einer guten Portion Ironie den Beweis, dass er um diese traditionsreiche Verbindung weiß und scheitert nicht daran, sich ihrer – als einer der wenigen deutschsprachigen Schriftsteller – würdig zu erweisen.
Bertolt Brecht:
»Der Kinnhaken und andere Box- und Sportgeschichten«
Im Berlin der Wilden Zwanziger ist Boxen chic. Noch einige Jahre zuvor, im Kaiserreich, verpönt und verboten, haftet dem jungen Sport nun ein amerikanisches Lebensgefühl an, das allenthalben, zumal in jungen, künstlerischen Kreisen, großen Anklang findet. Insbesondere Theaterschaffende und Literaten scheinen Gefallen am Boxsport zu finden: Schauspieler trainieren sich in Gymnasien ihre Königswürde ab, Regisseure inszenieren amerikanische Boxstücke auf Berliner Bühnen und deutschsprachige Dramatiker nehmen sich des Themas ebenfalls an. Unter ihnen der junge Bertolt Brecht. Doch was für das Gros der intellektuellen Schickeria nur ein saisonaler Trend ist, wird Brecht ein Leben lang begleiten. Er ist schon Anfang der Zwanziger ein Kenner der amerikanischen Champions und ein Bewunderer Jack Dempseys, des legendären Schwergewichtsweltmeisters. Er wird nie selber in den Ring steigen, aber er wird in einer Vielzahl von Texten das Boxen als Gegenstand, als Metapher oder auch als inszenatorische Grundlage hernehmen. Für ihn sind die Hunderttausende, die das Boxen in die Arenen zieht, während die Theaterhäuser leer bleiben, das beste Argument dafür, dass man modernes Theater auch mit den Mitteln des Boxspektakels bereichern sollte.
»Der Kinnhaken« enthält Texte und Textfragmente mit boxerischem Bezug, darunter Auszüge aus seinen Stücken, Kommentare zu diesen, dramentheoretische Arbeiten und den, Fragment gebliebenen, Beginn eines biographischen Textes über den Schwergewichtsmeister Paul Samson-Körner.
Bertram Job:
»Schwer gezeichnet. Geschichten vom Boxen.«
Ein interessantes und gut zu lesendes Buch von Sportjournalist Bertram Job mit starken Schlaglichtern auf die etwas schattigere Seite des Berufsboxens: der Besuch bei einem amerikanischen »booking agent«, der darauf spezialisiert ist, für jeden denkbaren Kämpfer binnen Tagesfrist einen Ringpartner zu finden, der gekonnt verliert (»capable but beatable«). Oder: die Visite bei einer Kleinringveranstaltung in der pfälzischen Provinz, bei der er als einer von weniger als hundert Besuchern mit ansieht, wie Berufssportler für eine Börse von 800 Mark in den improvisierten Ring steigen. Sowie: ein gut anderthalbseitiger Bericht, der sich in lakonischer Prosa einem osteuropäischen Berufsboxer widmet, den man als klassisches Fallobst bezeichnen könnte und der davon lebt, die Kampfrekorde von »im Aufbau« befindlichen Boxtalenten um »Siege« anzureichern. Einblicke, die dem Berufsboxen mit wenigen Worten all die lauten und bunten Ablenkungsmanöver nehmen, die einem die nahe liegende Wahrheit verschleiern könnten, dass dies Metier bei weitem mehr Verlierer als Gewinner aufweist.
David Remnick:
»King of the World. Der Aufstieg des Cassius Clay oder Die Geburt des Muhammad Ali.«
Nahezu jeder Amerikaner denke heute mit einer Art »verschwommener Zuneigung« an Ali, so Autor David Remnick. Seine Muhammad-Ali-Biographie erklärt schlüssig, warum das so ist und fokussiert dabei den Aufstieg Cassius Clays zu einer der Ikonen der 1960er und -70er. Dieses Buch erzählt von Rassismus, sozialer Ungleichheit und davon, wie der professionelle amerikanische Boxsport, insbesondere die Königsklasse des Schwergewichts, in der unseligen Tradition stand, als überlebensgroße Projektionsfläche für gesellschaftliche Zuweisungen zu fungieren. Zuweisungen, die für schwarze Spitzensportler keine andere öffentliche Existenz zuließen, als die Klischees vom wahlweise »braven, bibeltreuen Neger« oder animalischen Antichristen mit kriminellen Neigungen. Ali schließlich, setzte diesen Rollenvorstellungen einen mächtigen Entwurf seiner selbst als »The Greatest« entgegen, streckenweise taktisch inszeniert, zu einem Gutteil jedoch genuiner Ausdruck seines im Ring gehärteten Selbstverständnisses, und wurde so zur Ikone einer Zeitenwende.
Remnick, Pulitzer-Preisträger und Autor eines preisgekrönten Features über Mike Tyson, hat ein großes Buch geschrieben, dessen ruhiger Kenntnisreichtum, dessen klare, präzise Sprache und nicht zuletzt schillernder Gegenstand es zu einem jungen Klassiker der Sportpublizistik gemacht haben.
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